Wohltätige Organisationen in Hamburg genießen öffentliches Vertrauen. Sie entstanden bereits im Mittelalter, und die Einwohner der Stadt an der Elbe, die sich in schwierigen Lebenssituationen befanden, konnten immer auf ihre Hilfe zählen. In unserer Zeit sind wohltätige Organisationen aufgrund finanzieller Probleme und anderer sozialer Faktoren in großen Städten wie Hamburg nach wie vor notwendig. Wie werden sie finanziert? Welche Hilfe können sie leisten? Und wie kann man sich ihrer Tätigkeit anschließen? Mehr dazu auf hamburg1.one.
Wie entstehen und finanzieren sich wohltätige Organisationen?
Das herausragende Merkmal jeder wohltätigen Organisation ist ihre gemeinnützige Grundlage. Sie dürfen nicht mit dem Ziel der Gewinnerzielung gegründet werden, daher prüft die Stadt Hamburg die Bedingungen für die Gründung und Tätigkeit solcher Strukturen sorgfältig. Eine wohltätige Organisation kann eine unterschiedliche Anzahl von Angestellten haben. Zum Beispiel gibt es fast immer einen Leiter, einen Buchhalter und sonstiges Personal.
Die Angestellten erhalten ein Gehalt, dessen Höhe und Auszahlungsmodalitäten durch das Arbeitsrecht bestimmt werden. Sie haben auch Anspruch auf Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Mutterschafts-/Elternzeit. Die Organisation selbst darf jedoch keinen Gewinn erzielen, und alle erhaltenen Mittel, die in der Regel aus freiwilligen Spenden stammen, müssen für die Bedürfnisse derer verteilt werden, denen die Organisation hilft. Jede wohltätige Organisation in Hamburg legt Rechenschaftsberichte vor und unterliegt Prüfungen.
Was die Finanzierung betrifft, so sind Spenden die Haupteinnahmequelle. Diese können von einzelnen Hamburgern sowie von Einwohnern anderer Regionen und sogar Länder getätigt werden. In der Regel werden diese Menschen von dem Wunsch angetrieben, Gutes zu tun und Bedürftigen zu helfen. Ein wesentlicher Teil der Einnahmen sind jedoch Spenden von juristischen Personen. Die meisten Hamburger Unternehmen, sowohl staatliche als auch private, sehen es als ihre Pflicht an, an den einen oder anderen Fonds zu spenden. Dies können sowohl einmalige als auch regelmäßige Spenden sein.

Auch der Staat kann eine Finanzierungsquelle sein. Die Stadt Hamburg initiiert oft Programme zur Unterstützung wohltätiger Organisationen. Darüber hinaus kann die Finanzierung aus unternehmerischen Tätigkeiten innerhalb der Organisation stammen. Zum Beispiel können diejenigen, denen geholfen wird, etwas mit ihren eigenen Händen herstellen. Anschließend wird ein Basar organisiert, zu dem alle Interessierten eingeladen sind. Die eingenommenen Mittel können zur Finanzierung der weiteren Tätigkeit der wohltätigen Organisation verwendet werden.
Die wichtigsten Arten der Hilfe

Einige wohltätige Organisationen in Hamburg spezialisieren sich auf die Bereitstellung spezifischer Hilfe für eine bestimmte Kategorie von Anwohnern oder Migranten. Andere bieten ihre Dienste für alle Bedürftigen an. Hier sind die wichtigsten Arten der Hilfe, die sie anbieten:
- Materielle Hilfe. Viele wohltätige Organisationen sind bereit, finanzielle Unterstützung für Bedürftige zu leisten. Eine der größten Organisationen in Hamburg ist “Hanseatic Help e.V.”. Sie nimmt Spenden in Form von Kleidung, Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs entgegen, woraufhin ihre Freiwilligen alles sortieren und an Bedürftige weiterleiten. Materielle Hilfe bei “Hanseatic Help e.V.” können Obdachlose, Flüchtlinge, Frauenhäuser, Kindereinrichtungen und andere Institutionen beantragen.
- Rechtliche Hilfe. Ein Beispiel für die Bereitstellung rechtlicher Hilfe für Bedürftige ist die “BürgerStiftung Hamburg”. Sie verfügt über ein ganzes Team erfahrener Anwälte, die in Flüchtlingsfragen und darüber hinaus kompetent sind. 1-2 Mal pro Woche bieten sie kostenlose Beratungen in ihren Büros in verschiedenen Stadtteilen Hamburgs an. Die Erstberatung steht allen offen, die sich an die “BürgerStiftung Hamburg” wenden.
- Psychologische Hilfe. Die Hilfe von kompetenten Psychologen und Psychotherapeuten benötigen praktisch alle, die sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden. Beliebt geworden ist in den letzten Jahren die Hamburger gemeinnützige Organisation „Dopamin Hamburg e.V.“. Ihre Fachleute bieten kostenlose psychosoziale Beratungen in verschiedenen Sprachen an. Die Dienste der Organisation richten sich an politisch, rassistisch oder religiös Verfolgte sowie an Flüchtlinge und Vertriebene. Bei einer Kontaktaufnahme mit “Dopamin Hamburg e.V.” kann man auf die Einhaltung der Vertraulichkeit zählen.

Wohltätige Organisationen in Hamburg sind auch bereit, Hilfe in Fragen der Bildung, Arbeitsvermittlung, des Spracherwerbs, der medizinischen Versorgung und anderen Bereichen zu leisten.
Organisationen, die Ukrainern helfen
Wie wichtig die Tätigkeit wohltätiger Organisationen ist, wird deutlich, wenn eine große Anzahl von Menschen in der Stadt in eine Notsituation gerät. Ein Beispiel hierfür ist der große Zustrom von Flüchtlingen aus der Ukraine in Hamburg, die unter der russischen Militärinvasion gelitten haben. Die bereits in der Stadt tätigen wohltätigen Organisationen begannen, den Flüchtlingen umfassende Hilfe zu leisten. Aber das war nicht genug.
Dann entstanden in Hamburg neue Stiftungen und Organisationen. Sie hatten eine enge Spezialisierung – Hilfe für ukrainische Familien. Eine von ihnen war die wohltätige Organisation “Nordherz”. Ihre Gründer sind Freiwillige, die sich vor 2022 nicht einmal kannten. Als Ukrainer nach Hamburg kamen, wurden Kanäle in Messengern für den Informationsaustausch erstellt.
Die Freiwilligen erkannten, dass die wichtigste Hilfe, die Flüchtlingsfamilien benötigen, die Information ist. So entstand die Organisation “Nordherz”, deren Hauptziel die Vermittlung zwischen Flüchtlingen und den Hamburger Sozialdiensten ist. Die Freiwilligen helfen bei Übersetzungen und der Beantragung von Dokumenten, begleiten Familien, die die Sprache nicht sprechen, zu medizinischen und anderen Einrichtungen und helfen bei Fragen des Arbeitsrechts.

“Nordherz” finanziert sich durch freiwillige Spenden und arbeitet mit dem Internationalen Roten Kreuz zusammen. Die Organisation nimmt auch Hilfe an und übernimmt die Erfahrung anderer, seit langem tätiger Freiwilligenfonds.
Wie kann man sich an guten Taten beteiligen?
Einige werden auf freiwilliger Basis zu Helfern und beginnen eine Zusammenarbeit mit wohltätigen Organisationen, ohne eine finanzielle Vergütung zu erwarten. Solche Personen haben in der Regel eine Arbeit, die sie als ihre Haupt- und einzige Einnahmequelle betrachten. Die Zusammenarbeit mit wohltätigen Organisationen sehen sie als eine Herzensangelegenheit an.
Viele wären bereit, offizielle Mitarbeiter einer Freiwilligenorganisation zu werden, rechnen aber mit einem Gehalt. Es sei darauf hingewiesen, dass eine solche Arbeit nicht hoch bezahlt wird, daher sollte sie definitiv nicht von denen gewählt werden, die Karriere machen und viel verdienen möchten. Aber das Gehalt, das Mitarbeiter wohltätiger Organisationen erhalten, reicht in der Regel völlig aus, um einen durchschnittlichen Lebensstandard zu sichern.

Eine solche Arbeit kann man finden:
- Im Internet. Auf den Websites der Hamburger Wohltätigkeitsorganisationen finden sich Informationen über offene Stellen. Zum Beispiel werden fast immer Mitarbeiter bei “Hanseatic Help e.V.” gesucht. Diese große Organisation benötigt Fahrer, Logistikspezialisten und Vertreter anderer Berufe.
- Indem man sich persönlich an die wohltätige Organisation wendet. Wenn Sie in einer bestimmten Stiftung arbeiten möchten, können Sie eine Anfrage mit Ihren Wünschen über das Kontaktformular auf der Website der Organisation senden oder sich an deren Büro wenden.
- Durch die Teilnahme an Projekten wohltätiger Organisationen. Solche Veranstaltungen werden regelmäßig organisiert, und es werden immer Fachleute benötigt. Zum Beispiel führt die “BürgerStiftung Hamburg” Seminare und Workshops für Jugendliche durch. Erfahrene Spezialisten werden dazu eingeladen. Ihre Arbeit wird bezahlt, und einige entscheiden sich später, auf Dauer mit der Stiftung zusammenzuarbeiten.
