Über das Institut für Ozeanologie in Hamburg

Die Stadt Hamburg ist bekannt für ihre Universitäten, Institute und Forschungslabore. Diese Stadt des abwechslungsreichen Lebens, der Reisen, der Wissenschaft und der Forschung bietet viele spannende Möglichkeiten. Wissenschaftler entwickelten Projekte, erforschten verschiedene Bereiche der Natur und organisierten Treffen. Mehr dazu auf hamburg1.one.

In den deutschsprachigen Ländern wird die Ozeanologie oder Ozeanografie als Wissenschaft von den Meeren und Ozeanen verstanden. Dies ist ein umfangreiches Tätigkeitsfeld, in dem viele Menschen tätig sind.

Geschichte des Instituts

Im Jahr 1956 wurde in Hamburg das Institut für Ozeanologie (IfM) gegründet, und Walter Hansen wurde als Direktor ernannt. Zu Beginn konzentrierten sich die Forschungsarbeiten auf die Entwicklung und Verbesserung von Modellen der physikalischen Zirkulation des Ozeans auf lokaler und globaler Ebene. In den folgenden Jahrzehnten wurde die Erforschung der Ozeane und des Klimas in der Region Hamburg durch die Einrichtung einer speziellen Forschungsabteilung und die Gründung des Max-Planck-Instituts für Meteorologie im Jahr 1975 weiter verstärkt, was das Wachstum des IfM unterstützte. Im Jahr 1982 wurden die experimentellen Forschungen des IfM durch die Einführung und Nutzung des Forschungsschiffs „FS Valdivia“ erheblich erweitert. Dies wurde durch die Schaffung des „Meteor-Leitungszentrums“ ermöglicht.

In den 1980er Jahren wurden im IfM Arbeitsgruppen für Fernerkundung sowie theoretische, experimentelle und regionale Ozeanografie eingerichtet. Zudem wurden neue Professuren in spezifischen Forschungsbereichen geschaffen.

Über viele Jahre hinweg wuchs das IfM und nahm schließlich mehrere Standorte in den Hamburger Stadtteilen Harvestehude und Eimsbüttel ein. Im Jahr 2003 wurde das „Zentrum für Meeres- und Atmosphärenwissenschaften“ gegründet, und das IfM zog gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Meteorologie in die Bundesstraße 53, nahe dem Stadtzentrum. Im selben Jahr wurde es in das „Zentrum für Meeres- und Atmosphärenwissenschaften“ (ZMAW) umbenannt. Im Jahr 2011 wurde das ZMAW in das „Zentrum für nachhaltige Entwicklung von Erdsystemen“ umgewandelt, das die Leitung des Exzellenzclusters CliSAP übernahm. Dadurch wurden am IfM zwei weitere Professuren und Arbeitsgruppen eingerichtet, die sich auf Klimamodellierung und Meereisforschung spezialisierten.

Lehre der physikalischen Ozeanografie an der Universität Hamburg

Ziel der Ozeanografie ist es, eine quantitative und systematische Beschreibung der Ozeane und ihrer Bewegungen anhand spezifischer Parameter zu liefern. Historische Momente des Unterrichtsbeginns sind erwähnenswert, da diese noch vor der Gründung des IfM liegen. Die erste Vorlesung fand bereits 1919 statt, und zehn Jahre später wurden die Meeresforschungen Prüfungsfach. Nach der Gründung des IfM wurde an der Universität Hamburg das Studienprogramm „Ozeanografie“ eingeführt.

Mitte der 1970er Jahre wurde das Programm auf 20 Veranstaltungen erweitert, die aus verschiedenen Vorlesungen von Dozenten anderer Hamburger Einrichtungen bestanden. In den 1980er Jahren begann eine Reform des Diplomarbeitsverfahrens, wodurch eine klare Trennung zwischen Physik, Ozeanografie, Meteorologie und Geophysik ermöglicht wurde. Dadurch wurde es möglich, Ozeanografie auch mit vorherigen Abschlüssen aus verschiedenen Fachrichtungen ohne Einschränkungen zu studieren.

Im Jahr 2006 wurde im Rahmen des Bologna-Prozesses gemeinsam mit dem Institut für Geophysik der Bachelorstudiengang „Geophysik-Ozeanografie“ eingeführt, und 2007 wurde das Masterprogramm „Physikalische Ozeanografie“ am IfM ins Leben gerufen. Dieses wurde 2017-2018 durch das englischsprachige Masterprogramm „Physics of the Ocean and Climate“ ersetzt. Es ist erwähnenswert, dass das Institut für Ozeanologie in Hamburg in vielen Bereichen der Ozeanografie tätig ist. Zu den modernen Forschungsfeldern gehören theoretische Ozeanografie, Schelfmeeres-Ozeanografie, experimentelle Ozeanografie, Klimamodellierung, Fernerkundung und Datenerhebung zu Ozeanen und Meereis sowie die Modellierung des Kohlenstoffkreislaufs im Erdsystem.

Die Entwicklung der Wissenschaft ist eng mit der Geschichte verbunden. Der lange Prozess der Etablierung des Instituts für Ozeanologie verlief in seinem eigenen Tempo. Alle Veränderungen führten zum modernen Stand der Entwicklung dieses Zentrums.

More from author

Die Hafenindustrie Hamburgs

Hamburg ist die zweitgrößte Stadt Deutschlands und gilt als großes Industriezentrum. Hier befindet sich ein Hafen, dessen Umschlagkapazität zu den höchsten unter den Häfen...

Die Arbeit wohltätiger Organisationen in Hamburg

Wohltätige Organisationen in Hamburg genießen öffentliches Vertrauen. Sie entstanden bereits im Mittelalter, und die Einwohner der Stadt an der Elbe, die sich in schwierigen...

Lufthansa Technik – Geschichte und Besonderheiten des Unternehmens

Lufthansa ist die größte deutsche Fluggesellschaft, die weltweit bekannt ist. Seit ihrer Gründung im Jahr 1926 entwickelt sie sich ständig weiter und erweitert ihr...
...