In Hamburg ist die Fußballkultur tief verwurzelt. Die Geschichte des Fußballs reicht weit zurück, denn die Stadt ist die Heimat von zwei großen Mannschaften: „St. Pauli“ und „Hamburger SV“. Fußball ist die beliebteste Sportart in Deutschland und heute ein wichtiger Teil der deutschen Kultur. Früher war er sogar verboten, da der Sport großen Wert auf die individuellen Erfolge der Spieler legte, was den damaligen Disziplinprinzipien widersprach. Mehr dazu auf hamburg1.one.
Die Anfänge des Fußballs
Vor über 100 Jahren kämpften Hamburger Fußballer um das Recht, den Ball zu besitzen. Diese Sportart wurde 1875 aus England in die Stadt gebracht. Anfangs konnte Fußball Leichtathletik und Gymnastik nicht übertreffen. 1888 wurde der erste Fußballverein, der „DFB“, gegründet. Da es anfangs an Gegnern mangelte, spielten die jungen Fußballer gegeneinander, wobei auch das Spiel mit den Händen erlaubt war. Im nächsten Jahrzehnt entstanden die ersten Clubs. Im Jahr 1900 waren bereits acht Hamburger Clubs Teil des „DFB“.
1903 fand das erste Finale der deutschen Meisterschaft statt. Auf einem Hamburger Fußballfeld traf Leipzig auf Prag. 1908 repräsentierte erstmals ein Hamburger Spieler, Hans Weymar, Deutschland bei einer Auswahl in Basel. Er war der erste Hamburger, der in die deutsche Nationalmannschaft aufgenommen wurde. Zu dieser Zeit stellte Hamburg auch Spieler für die Auswahl des „DFB“. Einer von ihnen war der bekannte Adolf Jäger, ein Stürmer von „Altona 93“. Er wurde zehnmal deutscher Meister. Das Stadion des Clubs in der Griegstraße trägt seinen Namen.
Im Laufe der Jahre wurden wichtige Spiele im berühmten Stadion von Victoria Hamburg ausgetragen, das bis heute existiert. Die Tribüne bot Platz für über 1.000 Zuschauer und war damals die größte. Am 29. November 1911 fand dort das erste internationale Spiel statt, bei dem Deutschland gegen Schweden mit 1:3 verlor.
Die Entwicklung des Fußballs in Hamburg
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde in der Stadt der Hamburger Sportclub gegründet, der als „Hamburg 88-Deutschland-Falke“ bekannt war. Die Vereinsfarben waren Blau und Schwarz. Die Mannschaft gewann schnell die Meisterschaft und wurde 1928 mit einem Titel ausgezeichnet.
Der Zweite Weltkrieg hinterließ ebenfalls Spuren im Fußballleben der Stadt. Spiele wurden versucht, in dieser schwierigen Zeit auszutragen, doch viele Clubgebäude wurden zerstört, Spielfelder bombardiert, und viele Spieler kamen ums Leben. Das Spielfeld in Rothenbaum, auf dem „HSV“ seit seiner Gründung spielte, blieb jedoch erhalten. Im Finale der britischen Meisterschaft 1948 besiegte der Club seinen neuen Rivalen, den Fußballclub „St. Pauli“.

Nach dem Krieg erlaubte „St. Pauli“ einem weiteren Hamburger Club, sich auf regionaler und nationaler Ebene zu etablieren. Ab 1945 führte Wilhelm Koch, der Präsident des Clubs, den Stadtteilclub zu großen Erfolgen. Diese Mannschaft liegt vielen Fußballfans am Herzen, da ihr rebellischer Spielstil sehr individuell ist. Der Club ist eng mit seinen Fans verbunden, die für ihre linken politischen Ansichten bekannt sind. Heute akzeptieren Buchmacher viele Wetten auf die Spiele des Clubs. „St. Pauli“ hat nie die Bundesliga gewonnen, aber den DFB-Pokal 2005/06.
Neue Möglichkeiten
Seit den 1950er Jahren kehrte der „HSV“ mit einer jungen Mannschaft in die Oberliga zurück. Uwe Seeler wurde Rekordspieler und Mannschaftsführer. Die Mannschaft gewann 1960 die deutsche Meisterschaft. Seeler bestritt sein Abschiedsspiel für den „HSV“ am 1. Mai 1972 und wurde zur Legende. Der Club gewann die Bundesliga in der Saison 1982/83. Seit 2018 spielt er in der zweiten Bundesliga. Der Verein hat im Laufe der Jahre viele großartige Spieler hervorgebracht: Kevin Keegan, Franz Beckenbauer und Jürgen Klinsmann.
Mit jedem Jahr und jedem neuen Spiel wird ein weiteres Kapitel interessanter Ereignisse in die Fußballgeschichte Hamburgs geschrieben. Herausragende Sportler, spannende und leidenschaftliche Momente des Spiels – das sind die besten Gründe, sich ein Match anzusehen und die Atmosphäre eines Fußballstadions zu erleben.
