Die Bewohner und Gäste von Hamburg wissen: Wenn Hilfe benötigt wird, wählt man die 112, und in wenigen Minuten treffen die Rettungskräfte ein. Dies gilt nicht nur für den Rettungsdienst, sondern auch für die Feuerwehr, die Menschen nicht nur bei Bränden, sondern auch bei Naturkatastrophen rettet. Die jahrhundertealte Geschichte der Rettungskräfte, insbesondere der Feuerwehr, reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück. Große Veränderungen und Reformen gab es im 19. Jahrhundert. Mehr dazu auf hamburg1.one.
Heutzutage besteht der Rettungsdienst der Stadt aus Profis und Freiwilligen, die schnell auf Probleme reagieren und den Bewohnern Sicherheit bieten. Manchmal retten sie sogar Haustiere, die in Not geraten sind – eine Arbeit, die oft in den Nachrichten erwähnt wird.
Rettungsdienst und Notfalldienst
Der Hamburger Rettungsdienst wurde 1768 zunächst für Ertrinkungsopfer gegründet. Das erste Fahrzeug, das sie nutzten, war ein Krankenwagen. In den 1950er-Jahren kaufte die Stadt 80 rote VW-Busse. Bis 1990 war der Hersteller „Herrmann“ der Hauptlieferant für Krankenwagen, die in der Großstadt genutzt wurden. Neben VW-Bussen kamen auch verschiedene Modelle von „Mercedes-Benz“ zum Einsatz, darunter ein 1968 produzierter Rettungswagen.

Für die Notfall- und Rettungseinsätze waren die Hamburger Feuerwehr und die Behörde für Inneres und Sport zuständig. Im Jahr 2018 führte der Notfalldienst 253.168 Einsätze durch. Der Rettungsdienst der Stadt wird vom Integrierten Leitstellenzentrum Florian Hamburg koordiniert. Außerdem verfügt Hamburg über einen Luftrettungsdienst des ADAC, der in der BG Klinik Hamburg stationiert ist. Der Rettungshubschrauber übernimmt wichtige Aufgaben und ist ein intensives Transportmittel. Die höchsten Einsatzzahlen wurden 2002 und 2003 verzeichnet.
Die Feuerwehr der Stadt
Die Geschichte der Feuerwehr reicht in Hamburg bis ins 14. Jahrhundert zurück. 1676 wurde die „Allgemeine Feuerversicherungskasse“ gegründet, und erst 1868 ging die Feuerwehr in staatliche Zuständigkeit über. 1872 wurde die Berufsfeuerwehr Hamburg ins Leben gerufen. Drei Feuerwachen wurden eingerichtet, die über sechs Maschinisten und 36 Feuerwehrleute verfügten.
Es wurden zusätzliche Feuerwachen gebaut, um gefährliche Situationen besser bewältigen zu können. Die Feuerwehr wurde in motorisierte Löschzüge umstrukturiert. Sie nutzten Gas- und Dampfbetriebene Tanks, Wendenleitern mit einer Höhe von 25 Metern und mit Batterien ausgestattete Fahrzeuge. Pferde blieben jedoch bis 1925 im Einsatz, bevor sie durch benzinbetriebene Fahrzeuge ersetzt wurden.

Herausforderungen in Kriegszeiten
Während des Ersten Weltkriegs wurden die Arbeitsstunden der Feuerwehrleute von 112 auf 84 Stunden pro Woche reduziert. Das Personal wurde in Teams aufgeteilt, die sich abwechselten. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden Gesetze zur Brandbekämpfung erlassen, und die zu betreuenden Stadtgebiete wurden erweitert. In Harburg-Wilhelmsburg und Altona wurden eigene Feuerwachen eingerichtet, die in die Hamburger Feuerwehr integriert wurden. Sie unterstanden dem Polizeidienst des Reichsführers SS und der Feuerwehrleitung. Während der Bombardierungen war die Arbeit der Rettungskräfte besonders schwierig, da es viele Opfer, Brände und Zerstörungen gab.
Nachkriegszeit und Modernisierung
Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm der Bürgermeister die Leitung der Feuerwehr. 1946 übergaben die Briten die Notfalldienste an die Hamburger Feuerwehr. Neben der Brandbekämpfung waren die Feuerwehrleute auch für die Wiederherstellung zerstörter Gebäude, die Unterstützung des Rettungsdienstes und den Transport von Kranken zuständig. Im Laufe der Zeit wurde die Feuerwehr weiter ausgebaut, neue Fahrzeuge wurden angeschafft und Stationen errichtet.
Heute durchlaufen alle Rettungskräfte regelmäßig Fortbildungen und üben Szenarien wie Notlandungen von Flugzeugen oder andere Katastrophen. Solche Übungen finden alle zwei Jahre statt, um sicherzustellen, dass die Mitarbeiter in Notfallsituationen richtig handeln können.
